Montessori-Schule Hausham hilft bei der Anpflanzung einer Streuobstwiese
Äpfel, Birnen und die Zwetschge Paula

Ast mit reifen ZwetschgenZoombild vorhanden

Foto: Birgit Gleixner, LfL

Mit Feuereifer waren kürzlich Kinder der Montessori-Schule mit dabei, eine Streuobstwiese am Högerberg zu pflanzen.

Insgesamt wurden unter Anleitung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen, neun Obstbäume gepflanzt. Die rund 0,6 Hektar große Fläche dafür stellte die Gemeinde Hausham zur Verfügung.

Rückgang der Streuobstwiesen - Hilfe durch Pflanzung
Die Aktion ging auf einen landesweiten Aufruf des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zurück, dem alarmierenden Rückgang der Streuobstwiesen in den letzten 55 Jahren um circa 70 Prozent und dem jährlichen Verlust von etwa 100 000 Streuobstbäumen entgegenzutreten. Aufgefordert dazu wurden alle Landwirtschaftsämter. In Holzkirchner AELF hat der für das Revier Schliersee zuständige Förster Peter Lechner die Initiative ergriffen und mit seiner Kollegin Theresia Dennhöfer den Bepflanzungsplan erstellt. Die Fläche dazu stellte die Gemeinde Hausham zur Verfügung. Die Pflege der Streuobstwiese wir der Bauhof mit taktkräftiger Unterstützung der Montessori-Schule übernehmen.
Auch Pflege und Ernte gemeinsam mit den Schulen bewältigen
Übereinstimmend erklärten Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind und Rolf Oehler, Chef des AELF Holzkirchen, dass es besonders erfreulich und wichtig ist, die örtliche Schulen und Kindergärten nicht nur zur Anpflanzung sondern auch in die weitere Pflege und natürlich auch der Ernte miteinzubeziehen. Gemeinsam setzten Oehler und Zangenfeind schließlich symbolisch einen Apfelbaum der Sorte „Schöner von Nordhausen“ ein, der als guter Pollenspender gilt und ein säuerlich feines Aroma hat.
Wie die Zwetsche ihren Namen erhält
Die schnöden Zahlen und Fakten waren den rund 20 Kindern der gemischten 1. bis 4. Klasse aber eher herzlich egal. Sie hatten sichtlich einen Heidenspaß bei der Anpflanzung „ihrer“ sechs Apfel- und zwei Birnenbäumen. Die Fellenberg Zwetsche, die von der zweiten Klasse gepflanzt wurde, bekam sogar schon einen Namen: „Paula, die Zwetschge“.