Fachzentrum Alm-/Alpwirtschaft

Almweide dient der Förderung der Tiergesundheit, weil bei der Futteraufnahme im steilen Gelände weite Wege zurückgelegt werden. Almflächen zeichnen sich durch einen hohen Artenreichtum aus.  Foto: M. Hinterstoißer

Gesunde Kühe, artenreiche Almen © M. Hinterstoißer

In Oberbayern gibt es 709 Almen, die ca. 1.200 Bauern bewirtschaften. Der Almbestoß beziffert sich auf ca. 20.500 Rinder, 550 Pferde und 2.800 Schafe/Ziegen und verteilt sich auf 19.000 Hektar Licht- und 50.000 Hektar Waldweide.

Das Fachzentrum Almwirtschaft am AELF Holzkirchen berät Almbauern der Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Miesbach, Rosenheim, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen.
Außerdem gehört zum Aufgabengebiet der Vollzug des Bayerischen Bergbauernprogrammes Teil A und B. Dieses Förderprogramm unterstützt Arbeiten zur Pflege der Almflächen und investive Maßnahmen im Almbereich.

Ansprechpartner am Fachzentrum

Johann Stöckl
AELF Holzkirchen
Rudolf-Diesel-Ring 1a
83607 Holzkirchen
Telefon: +49 8024 46039-9111
Fax: 08024 46039-1111
E-Mail: poststelle@aelf-hk.bayern.de
Susanne Krapfl
AELF Holzkirchen
Rudolf-Diesel-Ring 1a
83607 Holzkirchen
Telefon: +49 8024 46039-9112
Fax: 08024 46039-1111
E-Mail: poststelle@aelf-hk.bayern.de
Alfons Osenstätter
AELF Traunstein
Schnepfenluckstraße 10
83278 Traunstein
Telefon: +49 861 7098-125
Fax: 0861/7098-150
E-Mail: poststelle@aelf-ts.bayern.de
Hermann Mauer
AELF Rosenheim
Prinzregentenstraße 39
83022 Rosenheim
Telefon: +49 8031 3004-111
Fax: +49 8031 3004-599
E-Mail: poststelle@aelf-ro.bayern.de

Berglandwirtschaft

Bedeutung der Berglandwirtschaft

Kühe und Schafe auf der Alm.

9.500 Bergbauernbetriebe be- wirtschaften 240.000 Hektar

In Bayern gehören 183 Gemeinden (davon drei kreisfreie Städte) zum Berggebiet, das sind 9 Prozent der bayerischen Gemeinden und etwa 7 Prozent der Gebietsfläche. Die rund 9.500 Bergbauernbetriebe bewirtschaften im Alpenraum insgesamt ca. 240.000 Hektar, davon rund 40.500 Hektar Lichtweideflächen auf fast 1.400 Almen / Alpen. Hauptproduktionsrichtung ist die Milchviehhaltung mit eigener Nachzucht in etwa 6.200 Betrieben.
Lohn für die Gemeinwohlleistungen der Berglandwirtschaft ist schon lange nicht mehr der Preis der erzeugten Lebensmittel. Unsere Bergbauernbetriebe konkurrieren mit landwirtschaftlichen Gunstlagen und liberalisierten Agrarmärkten.

Bayern honoriert die Leistungen der Bergbauern seit vielen Jahren mit Maßnahmen wie

  • der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete,
  • der Förderung von Spezialmaßnahmen im Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP),
  • dem Vertragsnaturschutzprogramm oder
  • dem Bergbauernprogramm bzw. der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung.

In der künftigen Förderperiode sind weiter vorgesehen:

  • Fördersatz von 40 Prozent beim Bau kleiner Milchviehlaufställe bei gleichzeitiger Umstellung von Anbinde- zur Laufstallhaltung,
  • Förderung weiterer Einkommensstandbeine wie z. B. der im Berggebiet weit verbreiteten Gästebeherbergung,
  • Ausweitung der Grünlandprämie auch auf Almflächen sowie
  • Anhebung der Weideprämie.