Käferholz außerhalb des Waldes lagern
Antrag auf Lagerung von Schadholz auf landwirtschaftlichen Flächen stellen

Motorsäge auf Holzpolter

Foto: Jan Böhm

Nach dem Verlauf des Borkenkäfergeschehens der vergangenen Jahre von einer hohen Ausgangspopulation an Buchdrucker und Kupferstecher aus. Durch die bereits jetzt schon länger dauernde warm-trockene Witterung und zahlreiche Einzelwürfe aus den verschiedenen Sturmereignissen des Winters ist im gesamten Amtsbezirk ein erhebliches Brutraumpotential in Form von geschwächten und/oder geworfenen Bäumen vorhanden.

Bei weiterhin ungünstigem Witterungsverlauf besteht daher auch heuer wieder erhöhtes Risiko eines kalamitätsartigen Käfergeschehens. Hinzu kommt eine sehr ungünstige Marktsituation. Die Werke sind insbesondere im Papierholzbereich gesättigt. Auf Grund der Corona-Pandemie sind ganze Lieferketten unterbrochen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass mit einer zügigen Abfuhr oftmals nicht zu rechnen ist. Im Wald verbleibendes, befallenes Käferholz stellt eine sehr hohe Gefahr für Massenvermehrung der Borkenkäfer dar.

Lagerung außerhalb des Waldes

Die Waldbesitzer sind bei Borkenkäferbefall gesetzlich verpflichtet, die befallenen Bäume umgehend einzuschlagen und aus dem Wald zu verbringen. Sollte die unmittelbare Abfuhr nicht gewährleistet sein, muss eine Lagerung in einem Abstand von mindestens 500 Metern vom nächsten gefährdeten (Fichten) Wald erfolgen. Dafür kommen insbesondere landwirtschaftlich genutzte Flächen in Frage.

Antragstellung

Beim AELF Holzkirchen kann jetzt mit anliegendem Formblatt beantragt werden, dass auf Grund der außergewöhnlichen Umstände Holz auf landwirtschaftlichen Flächen vorübergehend und förderunschädlich gelagert werden darf.

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