Holz
Klima schützen durch Holz nutzen

Holzhaus

Holzhaus aus heimischen Rohstoff

Für den Klimaschutz spielt Holz eine wesentliche Rolle

„Wer das Klima schützen will, kommt an einer Nutzung des heimischen Rohstoffes Holz nicht vorbei“ erklärt Wolfgang Neuerburg, Bereichsleiter Forsten AELF Holzkirchen anlässlich der Bayerischen Klimaschutzwoche. Für den Klimaschutz spielt Holz in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Rolle: als nachwachsende Rohstoffquelle, wirksamer Kohlenstoffspeicher und als wiederverwertbarer und energieeffizienter Bau- und Werkstoff. Das Holz aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach stammt dabei aus einer nachhaltigen und pfleglichen Bewirtschaftung der Wälder. „Wer heimisches Holz nutzt, unterstützt damit zusätzlich die Pflege unserer Wälder“ so Neuerburg.

Der heimische Rohstoff Holz stammt aus der Pflege unserer Wälder

„Wer Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet, hinterlässt keine Schulden bei der Natur. Im Gegenteil: Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da Holz Kohlendioxid (CO2) bindet. Das beginnt bereits im Alltag im Kleinen, z.B. beim Küchenbrett aus Kirschholz und reicht bis zum Holzhaus aus Fichte“, erklärt Wolfgang Neuerburg. Somit könne jeder Bürger auf einfache Weise seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Und dies auch noch mit einem positiven Nebeneffekt:
„Der heimische Rohstoff Holz stammt aus der Pflege unserer Wälder. Durch die Entnahme einzelner Bäume alle fünf bis zehn Jahre werden die verbleibenden Bäume stabiler. Gleichzeitig wird die Baumartenvielfalt größer, da die Mischung mit anderen Baumarten meist gezielt gefördert wird. Genutzt wird nur das, was nachwächst, also sozusagen die Zinsen“ erläutert der Förster die Vorteile der Waldpflege.

Forstwirtschaft kann einen wichtigen Beitrag leisten

Wenn die beschlossenen Klimaschutzziele erreicht und in den nächsten Jahrzehnten auf Öl, Gas und Kohle verzichtet werden soll, führt an Holz kein Weg vorbei. Durch seine Fähigkeit, CO2 aufzunehmen und als Kohlenstoff zu speichern ist Holz der klimafreundlichste Baustoff. Die verstärkte Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft kann daher einen wichtigen Beitrag leisten, den Ausstoß von Treibhausgasen, die zur Erderwärmung und Klimaveränderungen führen, zu senken.

Dass nachhaltige Forstwirtschaft und Holzverwendung aktiv das Klima schützen, ist allerdings vielen so nicht bewusst.

  • Bauen mit Holz schont die Umwelt
  • Die Verwendung von Holz ist zudem weniger energieaufwändig als die von anderen Baustoffen: Holz ist leichter herzustellen, zu transportieren und zu bearbeiten.
  • Außerdem entstehen am Lebensende keine Probleme beim Rückbau und der Entsorgung. Im Gegenteil: durch die energetische Verwertung wird sogar die im Material gespeicherte Sonnenenergie zurückgewonnen.
  • Zur Substitutionswirkung, also der Kohlendioxid-Einsparung durch die Vermeidung anderer Baustoffe, kommt die Einsparung von Heizkosten durch die überdurchschnittlichen Dämmeffekte von Holzwerkstoffen.
  • Auch für die Gebäudesanierung wird Holz zunehmend eingesetzt. Neben der guten Dämmwirkung wird die Eignung zum Aufstockung und zum Anbau geschätzt.
  • Die Montage vorgefertigter Holzelemente nimmt kaum Zeit in Anspruch und wird daher gerade für die Sanierung von Gebäuden in Innenstädten gerne verwendet.

Bleibt als Fazit:

Nachhaltige Forstwirtschaft und intelligente Holzverwendung sind aktiver Klimaschutz!

Weitere Fakten

  • 1m³ Holz bindet rund 1 Tonne des klimaschädlichen Gases CO2 als Kohlenstoff.
  • 1,7m³ Holz binden ungefähr so viel Kohlendioxid, wie pro Person durch einen Flug von München nach New York und zurück freigesetzt wird
  • 1,7m³ Holz binden ungefähr so viel Kohlendioxid, wie durch ein Jahr Auto fahren durchschnittlich entsteht.
  • Der Klimaschutzeffekt der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern liegt nach aktuellen Berechnungen jährlich bei 23,5 Mio. Tonnen CO2 in Bayern.
  • Gleichzeitig werden pro Jahr von bayerischen Bürgern rund 78 Mio. Tonnen CO2, das sind 6,5 Tonnen pro Einwohner emittiert.
  • Wer ein Holzhaus baut, gleicht diese persönliche CO2 -Bilanz auf 8 Jahre aus
  • Dazu müssen der Wald und sein Holz aber auch genutzt werden.