Waldschutz
Informationen zum Borkenkäfer und zur Bekämpfung

Bohrmehl auf der Rinde eines Baumstamms

Die Fichtenborkenkäfer haben sich im Jahr 2019 stark vermehrt. Seit Anfang April 2020 sind Buchdrucker und Kupferstecher wieder aktiv. Sie haben in der Rinde vieler Fichten überwintert und haben bereits zum ersten großen Schwärmflug gestartet. Alle Waldbesitzer sind nun aufgerufen, befallene Fichten (mit der Rinde) schnellstmöglich aus dem Wald zu entfernen.

Tipps zur Bekämpfung

1. Käferbäume unverzüglich entfernen
Befallene Bäume sind so schnell wie möglich zu fällen und aus dem Wald zu bringen (möglichst 500 m!). Das Kronen- und Astmaterial sollte möglichst vollständig als Brennholz genutzt (bis zu einem Durchmesser von 5 cm) und ebenfalls sofort aus dem Wald entfernt werden.
Sofern größere Käfer-Holzmengen mit Rinde im Wald oder in Waldnähe lagern und weder die Option einer rechtzeitigen Abfuhr, noch eine mechanische Möglichkeit der Bekämpfung bestehen, so ist als letzte Möglichkeit eine chemische Behandlung der Holzpolter in Betracht zu ziehen. Dabei sind die entsprechenden Vorgaben einzuhalten.

Pflanzenschutz Forst - Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) Bayern Externer Link

Bei Sturm umgebrochene Fichte
2. Windbruch und Windwurf beseitigen
Nachdem in diesem Winterhalbjahr durch kleinere Sturmereignisse überall einzelne oder mehrere Fichten abgebrochen oder geworfen wurden, sollten Sie unbedingt Ihren Wald auf solche Sturmschäden kontrollieren. Die geworfenen Fichten sind zeitnah aufzuarbeiten und komplett aus dem Wald zu entfernen. Andernfalls nutzen die Borkenkäfer diese als Brutraum und befallen anschließend gesunde Nachbarbäume.
Wie Sie Käferbefall erkennen und was Sie bei der Aufarbeitung beachten sollten, sehen Sie in den beiden Video-Tutorials und der Bildergalerie. Die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung wird finanziell vom Staat gefördert. Für eine kostenlose Beratung stehen Ihnen Ihr Revierförster oder unsere Fachkräfte für Borkenkäfer gerne zur Verfügung.

Fachkräfte für Borkenkäfer

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Borkenkäfersuche - Tutorial

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Borkenkäferbekämpfung - Tutorial

Borkenkäfergalerie - Fotos zur Erkennung von Borkenkäferschäden

Förderung

Bedingungen zur Förderung der insektizidfreien Käferholzaufarbeitung

Neue Förderrichtlinie seit 17.02.2020 mit folgenden neuen Fördersätzen:

  • Vorbereitung der Schadholzaufarbeitung
    • i.V.m. Direktabfuhr ins Sägewerk 5 €/fm
    • i.V.m. Verbringen auf Zwischenlager 12 €/fm
    • i.V.m. Entrinden maschinell 10 €/fm
    • i.V.m. Entrinden manuell 20 €/fm
    • i.V.m. Waldrestholz mulchen/hacken 10 €/fm
    • i.V.m. Waldrestholz Eigennutzung 10 €/fm
  • Mindestförderbetrag: 500 €
  • Keine Insektizide erlaubt
  • Waldschutzwirksame Aufarbeitung des vollständigen Baumes (d.h. Aufarbeitung von Stammholz; Aufarbeitung Krone im notwendigen Umfang):
    • Lagerung mindestens 500 Meter zum nächsten Fichtenwald
    • Entrindung
    • Hacken
  • Im Schutzwald wird die Borkenkäferbekämpfung mit erhöhten Fördersätzen gefördert.
Kontaktieren Sie den zuständigen Revierleiter möglichst bevor Sie mit der Aufarbeitung beginnen!

Weitere Informationen